Was ich mich immer wieder frage:
Dieses Daumen-Hoch-Zeichen
Mit geballter Faust
Bedeutet doch auf der ganzen scheiss Welt Dinge wie
Es ist in Ordnung,
Das mag ich sehr,
Es geht mir gut,
Ich bin okay,
Oder?
Und dann zeigen mir immer wieder Fremde am Strassenrand
Diesen hochgestreckten Daumen
Mit geballter Faust.
Absurd, weil sie alleine am Strassenrand stehen,
Was doch zeigt, dass mit ihnen etwas
Ganz grundsätzlich,
Ganz allgemein
Nicht okay ist.
Oder?

Vorstellungen: 

 

Première:

29. November 2019, 19.00 Uhr

07. Dezember 2019, 19.00 Uhr

12. Dezember 2019, 19.00 Uhr

19. Dezember 2019, 19.00 Uhr

21. Dezember 2019, 19.00 Uhr

Regie: Damiàn Dlaboha

Ausstattung: Savino Caruso

Dramaturgie: Béla Rothenbühler


 

Mit: Manuel Kühne, Antonia Meier


 

Fremder

„1 Auto, 2 Schauspieler, 3 ZuschauerInnen: Ein «fahrendes Theater» durch die Stadt, die in dieser Nacht selbst zur Bühne wird. Trotz des scheinbar alltäglichen Abstandes von einer Armlänge rückt die Wirklichkeit durch die Autofensterscheibe gefährlich nahe. Die ZuschauerInnen auf der Rückbank blicken mit den Schauspielern am Steuer auf die Strassen mit ihren Trottoirs und die Fassaden der Häuser, erfahren Geschichten der Stadt und erleben im selben Moment, wie die Stadt auf sie zurückschaut, sie teilhaben lässt an ihren nächtlichen Abenteuern und somit Platz für überraschende Gedanken schafft. Denn was ist Zufall, was ist inszeniert in diesen anderthalb Stunden auf scheinbar bekannten Wegen?“

   - Ulf Frötzschner, Schauspieldirektor / Dramaturg